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Podcast
  Kursinfo
  Kapitel 1 - Guided Tour
  Kapitel 2 - GSK/PB
  Kapitel 3 - GW
       Schritt 1
       Schritt 2
       Schritt 3
       Schritt 4
  Kapitel 4 - BU
  Kapitel 5 - BE
  Kapitel 6 - R
  Abschlussarbeit

Schritt 3: THEMA Fairer Handel

Wir sind daran gewöhnt, einen reich gedeckten Tisch mit exotischen Früchten aus den Ländern des Südens zu genießen. Ganz selbstverständlich gehören Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao und Bananen zu unserem alltäglichen Leben. Was wir nicht wissen ist, von wem und vor allem unter welchen Bedingungen geerntet oder produziert worden ist und wie die Waren zu uns gekommen sind. Ungerechte Handelsstrukturen und Wirtschaftsabkommen sowie Verstöße gegen die Menschenrechte  oder national und international geltende Arbeitsschutzbestimmungen kennzeichnen den Welthandel.

Boykott ist keine Lösung für die Probleme, die durch global agierende Wirtschaftszweige entstehen, die sich allein an Profitmaximierung orientieren. Boykott bringt die Ärmsten um ihre Arbeit.
Fairer Handel hingegen schafft Möglichkeiten und hat dabei die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der betroffenen Menschen im Auge.

Gütesiegel und Labels machen Produkte aus Fairem Handel für Konsumentinnen und Konsumenten erkennbar. Durch entsprechende Kaufentscheidungen und die Nachfrage nach fair produzierten Waren entsteht ein Druck auf Firmen, Konzerne, Zulieferbetriebe und nicht zuletzt auf die Regierungen. Mehrere Studien belegen die positiven Auswirkungen des fairen Handels auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im Süden.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich in Guatemala und in Nicaragua auf Projekte rund um „Fairen Handel“. Ziele sind Hunger und Armut entgegen zu wirken, die Gleichstellung und stärkere Beteiligung von Frauen zu fördern, einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu sichern und eine Partnerschaft für Entwicklung aufzubauen.


Einstiegsmöglichkeiten

  • Power-Point-Präsentation zu Guatemala
    Die Präsentation bietet einen ersten Überblick über Land und Leute, die Projekte der EZA und die Materialien auf 8goals4Future.

    Material: Länder > Guatemala: PPT-Präsentation zu Guatemala und zu den Projekten

    Methodisches: Die Präsentation ist direkt mit unterschiedlichen Websites verlinkt. Daher ist eine Internet-Verbindung herzustellen.

    Ziel: Erstinformation und Überblick über das Materialangebot auf 8goals4Future

  • Interview mit Alexandra Dolmus
    Alexandra Dolmus aus Nicaragua erzählt über ihr Leben als Au pair in Leonding bei Linz und die Unterschiede zu ihrem Leben in Nicaragua.

    Material: Länder > Nicaragua > Medien: „Interview mit Alexandra Dolmus aus Leon“

    Methodisches: Bei der Nachbesprechung die Parallelen und Unterschiede im Alltagsleben hervorheben.

    Ziel: Einstieg ins Thema über einen ganz persönlichen Bericht

  • Brainstorming: „Fair“ – ein Wort, viele Bedeutungen Angesichts der schon fast inflationären Verwendung des Begriffs „fair“ bietet es sich an, in einem ersten Schritt ein Brainstorming zu machen:
    • Wortassoziationen: Fair Trade, Fairer Handel, Fair Play, ein fairer Handytarif, Faire Blumen, Fairness im Sport... ein Wort viele Bedeutungen
    • Was bedeutet für dich fair/unfair?
    • Eine Situation in der ich fair/unfair behandelt worden bin.
    • Eine Situation in der ich jemanden fair/unfair behandelt habe.

    Material: Tafel, Plakat, Flipchart

    Methodisches: Das Brainstorming kann auch in Kleingruppen/Partnerarbeit erfolgen. Die Ergebnisse sind dann zusammen zu führen.

    Ziel: Der Begriff „fair“ ist in aller Munde und doch ist er nicht so eindeutig, wie es scheinen mag. Im Englischen bedeutet „fair“ anständig bzw. ordentlich. Fairness drückt eine Vorstellung von individueller Gerechtigkeit aus und ist gesetzlich nicht geregelt. Im Deutschen lässt sich der Begriff am ehesten mit „akzeptierte Gerechtigkeit“ oder „Angemessenheit“ umschreiben. Ziel der Übung ist es, zu zeigen, wie vage der Begriff ist und dass es individuell unterschiedliche Empfindungen von fair und unfair gibt. Darüber hinaus gibt es in unterschiedlichen Kulturen divergierende Ausffassungen.

  • Barometerübung: Was ist „fair“, was ist „unfair“?
    Im Raum sind zwei Pole aufgezeichnet: Das ist fair/Das ist unfair. Situationskarten werden einzeln vorgelesen und die Jugendlichen platzieren sich auf der Linie (Kreppband mit Polen). Einzelne Jugendliche werden befragt, warum sie diese oder jene Position eingenommen haben.

    Material: einige Meter Kreppband, Marker zum Beschriften der Pole, Situationskarten (Karten, auf denen Situationen beschrieben sind, die als fair/unfair wahrgenommen werden: z.B. Ist es fair/unfair, wenn...)

    Methodisches: Kommunizieren Sie zu Beginn folgende Spielregeln:
    • Es ist wesentlich, dass die Teilnehmenden nicht reden, außer sie werden von der Lehrperson zu ihrem Standpunkt befragt.
    • Standpunkte und Äußerungen von anderen sollen nicht kommentiert oder diskutiert werden.
    • Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“.
    • Es geht darum, einen eigenen Standpunkt zu finden, zu beobachten, zuzuhören und andere Standpunkte wahrzunehmen.
      Legen Sie Wert auf die Reflexion der Übung: Wie ist es euch bei/mit der Übung gegangen? Was ist euch aufgefallen?

    Ziel: Eigene Standpunkte finden, andere kennen und respektieren lernen.


Arbeitsaufgaben

  • Fairer Handel mit Guatemala (Gruppenarbeit)
    Das Projekt „Fairer Handel mit Guatemala“ verfolgt primär das Ziel, eine Partnerschaft für Entwicklung aufzubauen (MDG 8). Dabei wird auf die Stärkung der Zivilgesellschaft und benachteiligter Gruppen gesetzt.
    Folgende Fragestellungen werden unter den Gruppen aufgeteilt und die Ergebnisse anschließen präsentiert:
    • Was könnt ihr über die sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Guatemala herausfinden?
    • „EZA Fairer Handel GmbH" wurde 1975 gegründet. Zeichnet die Geschichte dieser Bewegung nach.
    • Dieses Fair Trade Projekt verfolgt MDG 8. Worum geht es beim MDG 8 und welche Maßnahmen zur Zielerreichung setzt das Projekt?

    Material:
    Länder > Guatemala > Basisinfos
    Länder > Guatemala > Projekte: „Fairer Handel mit Guatemala“
    EZA-Website: http://www.eza.cc
    MDGs > MDG 8 > Eine globale Partnerschaft im Dienste der Entwicklung schaffen.

    Methodisches: Bei großen Gruppen müssen sich die Jugendlichen die Arbeit untereinander aufteilen. Die gruppendynamischen Prozesse sind in der Nachbesprechung zu thematisieren.
    Art der Präsentation wird von den Jugendlichen selbst gewählt.

    Ziel: Bei den Jugendlichen ein tieferes Verständnis für die Strukturen der globalen Verflechtung wecken. Das stellt die Basis für Empathie mit jenen Menschen her, die in anderen Teilen der Welt ums Überleben kämpfen.

  • Frauen in der Billiglohnindustrie (Gruppenarbeit)
    Im Projekt Frauen in der Billiglohnindustrie steht die Förderung lokaler Entwicklungsprozesse im Vordergrund.
    Jede Gruppe arbeitet eine der folgenden Fragestellungen aus:
    • Stellt das Projekt „Frauen in der Billiglohnindustrie“ vor und beschreibt die Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele ergriffen werden.
    • Dieses Fair Trade Projekt verfolgt MDG 8. Worum geht es beim MDG 8 und was könnt ihr  über die Maßnahmen zur Zielerreichung im Zusammenhang mit den Zielen sagen?
    • Flower Label Programm: Gib eine Kurzbeschreibung des FLPs- Maquilas-Weltmarktfabriken: Was könnt ihr über die Maquilas und die dort beschäftigten Frauen herausfinden?

    Material:
    Länder > Guatemala > Projekte: „Frauen in der Billiglohnindustrie“
    FLP/Flower Label Programm:  http://www.fian.at/3/33_flp.html Länder > Guatemala > Weitere Infos: „Maquilas – Weltmarktfabriken“

    Methodisches: Bei großen Gruppen müssen sich die Jugendlichen die Arbeit untereinander aufteilen. Die gruppendynamischen Prozesse sind in der Nachbesprechung zu thematisieren. Art der Präsentation wird von den Jugendlichen selbst gewählt.

    Ziel: Jugendliche sollen am Beispiel Fairer Handel lernen, in Zusammenhängen und Systemen zu denken. Dabei geht es um die Wechselwirkungen zwischen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Reflexion des eigenen Alltags gehört hier ebenso dazu wie das Reflektieren und Analysieren von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen.

  • Vermarktung von Bio- und Fairtrade-Kakao (Gruppenarbeit)
    Sie sind sehr beliebt, die kleinen Tafeln von Zotter mit den außergewöhnlichen Geschmackskombinationen und den jeweils passenden Sprüchen. Zugleich wissen wir eigentlich nichts über die Herstellungs- und Produktionsbedingungen.
    Jede Gruppe arbeitet eine der folgenden Fragestellungen aus:
    • Was könnt ihr über die sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Nicaragua herausfinden?
    • Stellt das Projekt „Vermarktung von Bio- und Fairtrade-Kakao“ vor und beschreibt die Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele ergriffen werden.
    • Dieses Fair Trade Projekt verfolgt MDG 1 und MDG 7. Worum geht es jeweils und welche Maßnahmen zur Zielerreichung setzt das Projekt?
    • Gebt einen Überblick über Horizont 3000: Wer steht hinter der Organisation? Mit welchen Partnerländern arbeitet Horizont 3000 zusammen? Gebt einen konzentrierten Überblick über ihre Projekte.

    Material:
    Länder > Nicaragua > Basisinfos
    Länder > Nicaragua > Projekte: „Vermarktung von Bio- und Fairtrade-Kakao“
    Länder > Nicaragua > Projekte: „Vermarktung von Bio- und Fairtrade-Kakao > Artikel „Nachhaltige Entwicklung auf süße Art“, Weltnachrichten Nr. 4.2007
    Länder > Nicaragua > Projekte: „Vermarktung von Bio- und Fairtrade-Kakao > Artikel „Süßes aus Nicaragua, Südwind Magazin 11/07

    Methodisches: Art der Präsentation wird von den Jugendlichen selbst gewählt. Etwaige gruppendynamische Prozesse sind in der Nachbesprechung zu thematisieren.

    Ziel: Jugendliche lernen am Beispiel Fairer Handel in Zusammenhängen und Systemen zu denken. Dabei geht es um die Wechselwirkungen zwischen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Reflexion des eigenen Alltags und Konsumverhaltens gehört hier ebenso dazu wie das Reflektieren und Analysieren von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen.


Click dich durch! Interaktives
  • Fairer Handel mit Guatemala
    (Einzel- oder Teamarbeit)
    Hier gibt es Auswahlfragen zum Fairen Handel mit Guatemala.

    Material: Mach mit > Click dich durch!! >
    JClic-Übung B04: Guatemala

    Methodisches: Die Übung wird online ausgeführt.

    Ziel: Wissensüberprüfung und Festigung

  • Nicaragua (Einzel- oder Teamarbeit)
    Hier gibt es allgemeine Auswahlfragen zu Nicaragua

    Material: Mach mit > Click dich durch!! >
    JClic-Übung B09: Nicaragua

    Methodisches: Die Übung wird online ausgeführt.

    Ziel: Wissensüberprüfung und Festigung

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