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  Kapitel 1 - Guided Tour
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Kapitel 6: Religion

„Zur gelebten Demokratie gehört auch die religiöse Kompetenz, sich für einen bestimmten Lebensentwurf zu entscheiden und lebensfreundliche von lebensfeindlichen religiösen Angeboten...zu unterscheiden.“
Ulrich Hemel, dt. Theologe und Unternehmensberater

Der Religionsunterricht hat in den europäischen Gesellschaften immer eine große Rolle gespielt. Heute, angesichts einer fortgeschrittenen Säkularisierung einerseits und einem wachsenden religiösen Extremismus andererseits, ist die Frage nach dem Stellenwert der Religion in Schule und Unterricht aktueller denn je. Die globalisierte, international verflochtene und zugleich individualisierte Welt stellt eine Herausforderung dar für das religiöse Lernen. Zentrale Fragen sind hierbei u.a. jene nach Religions- und/oder Ethikunterricht überhaupt, nach Inhalten wie Religion & Gender, Religion & Konfliktkultur sowie dem Umgang mit dem „Anderen“ und der Vielfalt schlechthin.

Wir sind mitten drin im Prozess der Globalisierung. Die damit verbundene zunehmende Komplexität verursacht nicht selten Ängste und das Gefühl, den Weltproblemen hilflos ausgeliefert zu sein. Um aktiv gestaltend an den lokalen wie globalen Entwicklungen teilnehmen zu können, braucht es mündige, verantwortungsbewusste und zur Mitgestaltung befähigte Menschen.

Alle Unterrichtsgegenstände sind gefordert, ihren Beitrag zu Demokratiebildung, globalem Lernen und Nachhaltigkeit zu leisten. Gelebte Beteiligung ist erfahrungsgemäß in diesem Zusammenhang die beste Bildung. Im Religionsunterricht stellt sich in der Folge die Frage nach der Gestaltung des Umgangs mit kultureller und religiöser Vielfalt.

Unterschiedliche Initiativen nehmen sich dieser Themen an und sensibilisieren für das Wahrnehmen religiöser Dimensionen in Schulkultur und Schulentwicklung, fordern religiöse Erziehung, Sozialisation und Bildung zu reflektieren.

Durch die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen sind zentrale Anliegen der Religion/en in den Vordergrund gerückt, wie z.B. Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit, Gleichstellung und Nachhaltigkeit sowie das Interesse am Leben der Menschen.

Globalisierung und nachhaltige Entwicklung verlangen nach politischer Kohärenz. Die sinnvolle Abstimmung der gesetzten Maßnahmen in allen Politikbereichen ist wesentlich damit diese einander nicht gegenseitig behindern oder ad absurdum führen.

Globales Lernen macht die Verschränkungen aktueller globaler politischer, ökonomischer, ökologischer, religiöser und sozialer Entwicklungen nachvollziehbar. Es kann als Versuch gesehen werden, sich auf pädagogischer Ebene den Anforderungen einer globalisierten Welt in angemessener Form zu stellen.
Sich dabei inhaltlich allein auf die Schilderung der Bedrohungsszenarien zu konzentrieren wäre kontraproduktiv und führt erfahrungsgemäß zu Abwehr- und Vermeidungsreaktionen, bzw. zur viel zitierten „Politikverdrossenheit“. Es braucht vielmehr eine Pädagogik bei der Empowerment im Zentrum steht. Die Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen der Lernenden sind zu stärken, damit diese die weltgesellschaftlichen Verhältnisse nachhaltig, zukunftsfähig und sozial gerecht aktiv (mit)gestalten können und sich das nicht zuletzt zutrauen.

Nachhaltigkeit braucht Beteiligung.
Die UNESCO hat festgehalten, dass Partizipation ein zentrales Element der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.



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Tipp
Initiative lebens.werte.schule sensibilisiert für das Wahrnehmen religiöser Dimensionen in Schulkultur und Schulentwicklung:  http://www.univie.ac.at/
lebenswerteschule/
Hinweis
Network on Teaching Religion in a multicultural European Society http://www.tres-network.eu/
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