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  Kapitel 1 - Guided Tour
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Kapitel 5: Bildnerische Erziehung

 „Der Mensch hat Verantwortung nicht Macht.Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebente Generation nach uns. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die noch Ungeborenen eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als unsere – und hoffentlich besser.“
Orgen Lyons, Irokesenbund


Wir sind mitten drin im Prozess der Globalisierung. Die damit verbundene zunehmende Komplexität verursacht nicht selten Ängste und das Gefühl, den Weltproblemen hilflos ausgeliefert zu sein. Um aktiv gestaltend an den lokalen wie globalen Entwicklungen teilnehmen zu können, braucht es mündige, verantwortungsbewusste und zur Mitgestaltung befähigte Menschen.

Auf internationaler Ebene ist schon öfters die Notwendigkeit einer gemeinsamen Entwicklungspolitik festgehalten worden. Auf der UN-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ 1992 in Rio de Janeiro ist die Idee einer nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Entwicklung zu einem politischen Leitbild erhoben worden. Nach einer längeren Zeit der Nicht-Beachtung ist diese Forderung im Zusammenhang mit den MDGs als Thema wieder in den Vordergrund gerückt.

Globalisierung und nachhaltige Entwicklung verlangen nach politischer Kohärenz. Die sinnvolle Abstimmung der gesetzten Maßnahmen in allen Politikbereichen ist wesentlich damit diese einander nicht gegenseitig behindern oder ad absurdum führen.
Entwicklungspolitische Anstrengungen, z.B. in Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt oder der Gesundheit, werden nicht selten durch politische Entscheidungen unterlaufen, z.B. indem Umweltgesetze „investitionsfreundlich“ abgeändert werden damit Konzerne hemmungslos Rohstoffe abbauen und Abfälle billig entsorgen können.

Globales Lernen macht die Verschränkungen aktueller globaler politischer, ökonomischer, ökologischer, sozialer und künstlerischer Entwicklungen nachvollziehbar. Es kann als Versuch gesehen werden, sich auf pädagogischer Ebene den Anforderungen einer globalisierten Welt in angemessener Form zu stellen.

Globales Lernen macht die Verschränkungen aktueller globaler politischer, ökonomischer, ökologischer, religiöser und sozialer Entwicklungen nachvollziehbar. Es kann als Versuch gesehen werden, sich auf pädagogischer Ebene den Anforderungen einer globalisierten Welt in angemessener Form zu stellen.
Sich dabei inhaltlich allein auf die Schilderung der Bedrohungsszenarien zu konzentrieren wäre kontraproduktiv und führt erfahrungsgemäß zu Abwehr- und Vermeidungsreaktionen, bzw. zur viel zitierten „Politikverdrossenheit“. Es braucht vielmehr eine Pädagogik bei der Empowerment im Zentrum steht. Die Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen der Lernenden sind zu stärken, damit diese die weltgesellschaftlichen Verhältnisse nachhaltig, zukunftsfähig und sozial gerecht aktiv (mit)gestalten können und sich das nicht zuletzt zutrauen.

Nachhaltigkeit braucht Beteiligung. Die UNESCO hat festgehalten, dass Partizipation ein zentrales Element der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.


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Hinweis
Das Themenheft „Globales Lernen – Politische Bildung. Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung.“ (Informationen zur Politischen Bildung Nr. 23/2005), herausgegeben von Forum Politische Bildung, stellt eine gute Einstiegshilfe in die Thematik dar und kann von Lehrenden kostenlos bezogen werden unter http://www.politischebildung.com/
fpb/page.php?Sel=19 

Hinweis
Das FORUM Umweltbildung zeigt auf, warum nachhaltige Entwicklung Partizipation braucht und welche neuen Lehr- und Lernformen dafür nötig sind. http://www.umweltbildung.at
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