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Sri Lanka

Hallo! (singhalesisch)

Komm herein! (tamilisch)


Der Teeanbau ist immer noch ein wichtiger Wirtschaftszweig Sri Lankas.
Foto: © Christina Schröder

Die Bilder schöner Strände, grüner Reisfelder oder des Regenwalds bis hinauf ins gemäßigte Hochland mit seinen Teeplantagen vermitteln nur eine, nämlich positive, Seite Sri Lankas. Die Menschen in Sri Lanka wurden in den letzten fünfzig Jahren über 60 mal mit verschiedenen Naturkatastrophen konfrontiert und seit 1983 leiden Gesellschaft und Wirtschaft unter einem Bürgerkrieg (siehe Basisinfo Geschichte).

Der südostasiatische Inselstaat Sri Lanka war stark durch die Flutkatastrophe im Dezember 2004 betroffen. Durch den Tsunami kamen auf Sri Lanka 38.000 Menschen ums Leben, mehr als 500.000 wurden obdachlos. Diese Menschen haben meist nicht nur ihre Häuser, sondern auch den Zugang zu Nahrungsmitteln und zu sauberem Trinkwasser verloren. Durch die Zerstörung ihrer Produktionsgrundlagen wie Fischerboote, der kleinen handwerklichen und touristischen Betriebe und Restaurants sowie der an der Küste gelegenen Felder wurde vor allem den armen Familien die Lebensgrundlage genommen.

Mehr als je eine Naturkatastrophe zuvor, hat der Tsunami eine sehr hohe öffentliche Aufmerksamkeit hervorgerufen. Auch in Österreich war das Spendenaufkommen gewaltig und viele Organisationen, Vereine und private Hilfsinitiativen engagierten sich in den betroffenen Regionen für den Wiederaufbau in Sri Lanka.

In Katastrophensituationen wird den meisten Betroffenen von einem Moment auf den anderen ihre Existenzgrundlage entzogen. Menschen, die in Armut leben, sind anfälliger für Katastrophen. Die Umsetzung der Millenniumsziele und die damit einhergehende Reduzierung der Armut würde die Katastrophenanfälligkeit von Menschen wesentlich verringern.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit kann Humanitäre Hilfe am schnellsten in den Schwerpunktländern umsetzen. Wo Österreich in Katastrophensituationen hilft, richtet sich aber vor allem nach den Notwendigkeiten der Internationalen Koordination. So ist die OEZA auch in Sri Lanka, das kein Schwerpunktland der OEZA ist, im Wiederaufbau nach dem Tsunami tätig.

Eine kritische Bilanz zwei Jahre nach der Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka wurde auf einer Veranstaltung des Instituts "Umwelt-Friede-Entwicklung" gezogen.


Foto: 2005 © EC/ECHO/Vicente Raimundo


Abendstimmung
Foto: © Christina Schröder

Sri Lanka, die „strahlende Insel“, erlangte 1948 seine Unabhängigkeit, nach 450 Jahren Kolonialmacht (Geschichte). Nach der Unabhängigkeit des Landes kam es zu starken Abneigungen zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen der Singhalesen und Tamilen. Die tamilische Bevölkerung des Nordens und Ostens der Insel versuchte sich zunächst friedlich und später mit Waffengewalt für politisch unabhängige tamilische Gebiete einzusetzen (siehe auch Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen).

Das Ausmaß der Zerstörungen durch den Tsunami war derart groß, dass vielfach Hoffnungen laut wurden, der Wiederaufbau könne den Friedensprozess zwischen der Zentralregierung und den Konfliktparteien fördern. In der ersten Jahreshälfte 2006 zerschlugen sich diese Hoffnungen jedoch vollends. Die Fronten zwischen den Parteien hatten sich zusehends verhärtet.

Zur Unterstützung des Friedensprozesses wurde von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Jahr 2002 ein Dialogprojekt gestartet. Gemeinsame Empfehlungen für den Friedensprozess in Sri Lanka werden von den Beteiligten ausgearbeitet und kommuniziert. Die „Austria Sri Lanka Dialogue Group“ ist eine wichtige Plattform für informellen Dialog zwischen den Konfliktparteien. Das Projekt trägt zur Erreichung der MDGs 3 und 8 bei.


Foto: © Christina Schröder

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