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Österreichisches Rotes Kreuz in Sri Lanka: Wiederaufbau im Schatten des Bürgerkrieges

Die Projekte des ÖRK in Sri Lanka verfolgen vorrangig folgende MDGs:

MDG 2 - Grundschulausbildung für alle Kinder gewährleisten
MDG 4 - Die Kindersterblichkeit senken
MDG 5 - Die Gesundheit der Mütter verbessern
MDG 6 - HIV/AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
MDG 8 - Eine globale Partnerschaft im Dienste der Entwicklung schaffen


Die Leute aus Sri Lanka heißen Dich willkommen!

Hintergrund

Das heftige Seebeben mit der Stärke 9 nach Richter am 26. Dezember 2004 vor der Küste Indonesiens und die darauf folgenden Flutwellen zerstörte etwa 2/3 der Küstengebiete von Sri Lanka.

Nach Angaben der Regierung von Sri Lanka (vom Dezember 2005) (Quelle: IFRC Tsunami two-year progress report Sri Lanka, Dez. 2006) wurden 35.322 Menschen getötet und 21.441 verletzt. Es wurden rund 98.000 Häuser, 97 Gesundheitseinrichtungen, 201 Erziehungsanstalten (einschließlich 182 Schulen) sowie 16.919 Fischerboote (in etwa 75% der Fischereiflotte) beschädigt oder zerstört. Etwas mehr als 516.000 Menschen wurden obdachlos. Darüber hinaus wurden rund 60.000 Brunnen verseucht und umgerechnet rund 9.500 ha Ackerland überflutet.

Einen Eindruck der immensen Zerstörung geben die folgenden Bilder:

Anschließend bedarf es aller Kräfte, um diesem Ausmaß an Zerstörung zu begegnen:

Weitere Bilder, die einen Eindruck zum Ausmaß der Zerstörung geben und Maßnahmen der Nothilfe zeigen.

Hilfsgüter wie Nahrungsmittel und Hygienepakete wurden verteilt und die Registrierung lief auf Hochtouren.

Günter Stummer, Leitung der Emergency Response Units (Schnelleinsatztruppen) im Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK), war bereits am Tag nach der Katastrophe mit einem Spezialistenteam bestehend aus Logistikern, Funkern und psychosozialen Betreuern vor Ort. „Die Herausforderungen in diesen ersten Tagen war die Überbrückung des logistischen Chaos sowie die Betreuung der österreichischen Touristen und die Organisation deren Rückfluges.“ Im Anschluss war Günter Stummer mit einem Field Assessment Coordination Team (FACT) in Sri Lanka: „Es galt, die einerseits katastrophale Situation durch den Tsunami in Sri Lanka mit den Vorstellungen der österreichischen Hilfe abzustimmen und mit den Verantwortlichen vor Ort zu koordinieren. Es ist von großer Bedeutung, die Hilfsaktionen den lokalen Bedürfnissen anzupassen und nicht nach europäischen Maßstäben zu handeln.“

Nach der ersten Phase der Katastrophenhilfe beginnt der mittel- bis langfristige Wiederaufbau in Sri Lanka. Das ÖRK bildet mit dem SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz) ein Konsortium (ÖRK/SRK Konsortium) und startet ein umfassendes Wiederaufbauprogramm. Rund 1.700 Häuser werden wiederaufgebaut bzw. an anderer Stelle neu errichtet, weiters werden zwei Schulen, zwei Mutter Kind Stationen und ein psychiatrisches Reintegrationszentrum wiederaufgebaut sowie ein digitales Gesundheitsinformationssystem in bestehenden Krankenhäusern im Bezirk Batticaloa implementiert. Das ÖRK ist mit rund 11 Millionen Euro an diesen Wiederaufbauprojekten beteiligt. Alle Aktivitäten sind in das Netzwerk der Internationalen Föderation und des Komitees des Roten Kreuzes eingebunden und erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Sri Lankischen Roten Kreuz (SLRCS).

Der Wiederaufbau von Wohnraum bzw. die Umsiedlung von Gemeinschaften an andere Standorte wird partizipatorisch umgesetzt. Das heißt, die betroffenen Menschen werden aktiv in die Planungs-, Vorbereitungs- und Implementierungsphase einbezogen. Es wird ihnen nicht einfach ein Haus hingestellt, sondern sie sprechen mit.


Die Leute suchen sich ihre Häuser nach Modellen aus.

Neben dem Bau von Wohnraum wird ein Begleitprogramm zur Errichtung von Infrastruktur und Gemeinschaftseinrichtungen gefördert. Jedes Wohnhaus wird einer Familie zuerkannt. Ein sri lankischer Haushalt besteht im Durchschnitt aus fünf Personen. Gemäß dem Leitgedanken „Do no harm“ (keine neuen Ungerechtigkeiten schaffen), begünstigt das ÖRK/SRK Konsortium in seinen Projekten gleichermaßen tamilische und singhalesische Familien sowie Angehörige der muslimischen Minderheit.

Interview mit Max Santner, Bereichsleitung Internationale Hilfe im ÖRK

Ziele

  • Verbesserung der Lebensbedingungen der betroffenen Bevölkerungsgruppen – Konnex mit MDG 8 (Eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung schaffen)
  • Verbesserung der Gesundheitsstruktur – Konnex mit MDG 5 und 4 (Die Gesundheit der Mütter verbessern, Die Kindersterblichkeit senken)
  • Positiver Beitrag zum Gesundheitssystem – Konnex mit MDG 6 (HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen)
  • Positiver Beitrag zur Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen – Konnex mit MDG 2 (Grundschulausbildung für alle Kinder gewährleisten)

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt in Sri Lanka Wiederaufbauprojekte, Gesundheitsprojekte und Bildungsprogramme. Die Zusammenarbeit vor Ort erfolgt mit dem Srilankischen Roten Kreuz, lokalen Partnern sowie mit anderen Nationalen Rotkreuz-Gesellschaften. Implementiert werden die Projekte durch österreichische Delegierte und srilankische Mitarbeiter.

Das Österreichische Rote Kreuz ist im gesamten Wiederaufbauszenario die größte österreichische Hilfsorganisation vor Ort. Möglich ist das umfassende Programm durch öffentliche Gelder (u.a. OEZA), Beiträge aus Nachbar in Not, private Spendengelder und durch die Großzügigkeit österreichischer Unternehmen. Im neu gegründeten Verein Kurier Aid Austria ist das ÖRK Gründungsmitglied.

Für mehr Informationen zu den einzelnen Projektstandorten des Österreichischen Roten Kreuzes auf Sri Lanka diese bitte auf der Karte anklicken.

Muslimisches Jugendzentrum in Megalle Projekte des Roten Kreuzes in Batticaloa Projekte des Roten Kreuzes in Trincomalee Projekte des Roten Kreuzes in Kilinochchi Projekte des Roten Kreuzes in Ampara Projekte des Roten Kreuzes in Galle Projekte von Kurier Aid Austria in Batticaloa Projekte von Kurier Aid Austria im Süden Muslimisches Jugendzentrum in Megalle

Das ÖRK/SRK Konsortium verfolgt an den Projektstandorten verschiedene, dem jeweiligen Umfeld angepasste und im Laufe des Projektes entwickelte Strategien und Ansätze. Ziel ist ein möglichst hoher Grad an Eigenverantwortung der betroffenen Menschen.

Rahmenbedingungen

In den im Norden und Osten befindlichen Projektstandorten (Kilinochchi, Trincomalee, Batticaloa, Ampara) herrschen erschwerte Bedingungen durch den wieder aufgeflammten Bürgerkrieg. Die Menschen in diesen Gebieten sind doppelt betroffen. Einerseits wurde ihnen die Existenz durch den Tsunami genommen und zudem erschweren die bestehenden Unruhen ihre Lebenssituation.

Das Rote Kreuz ist die weltweit größte Hilfsorganisation.

Herausforderungen in der Umsetzung dieser Projekte sind der erneute Ausbruch des Konfliktes und die dadurch bedingte instabile Sicherheitslage. Konsequenzen sind oftmalige Einschränkungen, ins Projektgebiet zu fahren. Der Betreuungsaufwand der Projekte erhöht sich, da zum Beispiel Materialtransporte durch Checkpoints begleitet werden müssen und/oder Verhandlungen mit der Armee geführt werden müssen. Um Entwicklungen richtig einschätzen zu können, ist es wichtig, vor Ort präsent zu sein sowie mit den Rot Kreuz Partnern wie dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) und der Sri Lankischen Rot Kreuz Gesellschaft zusammenzuarbeiten.

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